Rekorde beim 36. ISF des SSV Bingen
Auch wenn die Situation des Taubertsbergbades in Mainz derzeit nicht die allerbeste ist, so tat dies dem Erfolg des 36. Int. Schwimmfestes des SSV Bingen keinen Abbruch. 371 Athleten gingen mit über 2300 Starts auf die Jagd nach Rekorden, Pflichtzeiten und persönlichen Bestzeiten.
Perfekt gelang dies dem 200 m Brust-Weltmeister und Olympiateilnehmer Marco Koch vom DSW Darmstadt. Zwischen zwei Weltcup-Meetings stellte er in Mainz neue ISF-Rekorde über seine Paradestrecke 200 m Brust und 200 m Delfin auf. Seine Vereinskollegin Reva Foos tat es ihm gleich über 400 m Freistil. Im letzten Rennen des gesamten Wettkampfes stellte die Männermannschaft des DSW Darmstadt mit Lukas Löwel, Marco Koch, Jan Fährmann und Julius Flohr dann noch einen neuen deutschen Vereinsstaffel-Rekord über 4 x 100 m Lagen auf, der mittlerweile auch vom DSV bestätigt wurde. Der Mannschaftsgesamtsieg der Darmstädter vor der SG EWR Rheinhessen-Mainz, dem Dachverband des SSV Bingen, war dann quasi vorprogrammiert. Aber auch die Ergebnisse der Binger Schwimmer konnten sich durchaus sehen lassen, wie die Trainer fanden.
Lothar Schubert sah einen sehr guten Saisonstart seiner Schützlinge, persönliche Bestzeiten bei fast allen.
Bei 9 Starts hatte Lukas Feier (01) 9 starke Bestleistungen zu bieten. Zweimal landete er auf Rang 2 über 200 m Brust und 400 m Freistil, 4 x auf Rang 3 jeweils über 100 m Lagen, Brust, Rücken und Freistil. Die 100 m Freistil-Strecke absolvierte er deutlich unter 1 Minute in 0:58,85. Gleich viermal Gold über 200 m Brust, Rücken und Lagen sowie 100 m Lagen, viermal Silber über 50 und 100 m Schmetterling, 200 und 400 m Freistil sowie einmal Bronze über 200 m Schmetterling errang Peter Gollai (02), ebenfalls fast alles mit Bestzeiten. Bei seinen 9 Starts stand er jedes Mal auf dem Podest.
Bis auf ein Rennen konnte auch Yannik Wasserzier (01) alles in Bestzeiten absolvieren. Erster wurde er über 200 m Rücken, auf der 100 m Freistil-Strecke steht er auch kurz vor dem Unterschreiten der 1-Minuten-Marke. Mit einigen Verbesserungen trug sich Katharina Wiesner (99) ins Protokoll ein. Einen zweiten Platz erreichte sie über 200 m Schmetterling, Platz 3 über 200 m Freistil und Rücken.
Amelie Gollai (98), die einen gelungenen Wiedereinstieg nach längerer Trainingspause erlebte, konnte sich über 200 m Brust und Rücken auf Rang zwei platzieren, über 100 m Freistil, 200 m Schmetterling und Lagen jeweils auf Rang drei. Ebenfalls am Start waren Alexander Stephan (97) und Elena Wasserzier (98), die sich leider nicht unter den ersten Drei einreihen konnten.
Bei den Nachwuchstalenten der SG-Trainingsgruppe sah Paul Harloff ebenfalls einen gelungenen Start in die neue Saison. Bei 136 Einzelstarts kamen 121 neue persönliche Bestzeiten heraus.
- Mathis Schönung (04) schwamm einen sehr starken Wettkampf, alles in Bestzeit bei starker Konkurrenz. Einmal Gold über seine Paradestrecke 100 m Brust, dreimal Silber über 100 m Freistil, 200 m Brust und Lagen und einmal Bronze über 100 m Lagen nahm er mit nach Hause.
- Teil seiner starken Konkurrenz war Mannschafts- und Jahrgangskollege Lukas Klos, der alle Rennen mit einem Medaillenplatz beendete und seine Goldmedaille über 200 m Lagen mit einem Sieg vor Mathis errang. Den zweiten Platz belegte Lukas über 100 m Brust hinter Mathis, weiterhin über 100 m Rücken und Lagen, den dritten Platz erkämpfte er sich über 100, 200 und 400 m Freistil sowie über 100 m Schmetterling.
Beide werden in dieser Saison auch wieder im Förderkader des SWSV trainieren.
Leider ohne Platzierungen unter den ersten Drei blieben Jonathan Rollwa (03), Philipp Käfer und Boubacar Sow (beide 04).
Nichts desto Trotz hatten auch diese drei Schwimmer starke neue
Bestzeiten und Steigerungen zu bieten.
Bei den Damen überzeugten Luisa Bouvain (05), Helena Düring (03) und Anna Eurich (02) mit Platzierungen unter den ersten Drei und tollen Zeiten.
Luisa, die ebenfalls in den Förderkader des SWSV berufen wurde, musste sich über 400 m Freistil nur Teamkollegin Delara Ditterich (05) von der SG geschlagen geben und belegte Platz 2. Helena wurde Dritte über 100 m Brust. Anna erreichte trotz Erkrankung Rang 3 über 200 m Rücken, musste den Wettkampf dann aber leider abbrechen.
Bei den Medaillengewinnern aus dem Topteam von Leonie Schauer zeigte SWSV-Förderkaderschwimmerin Mayra Scheffler (05) sehr gute Leistungen in allen Rennen, erzielte eine Silber- und eine Bronzemedaille über 50 und 200 m Brust.
Weitere Medaillenränge mit guten Leistungen erreichten Jana Erni (02), Anna Spira und Jasmin Scheffler (01) sowie Sophie Bouvain (2000). Jana wurde Dritte über 50 m Brust. Sophie, die nach einem Auslands-Halbjahr erst seit kurzem wieder im Training ist, konnte die 100 m Rücken mit Rang drei abschließen. Über 100 m Freistil schaffte sie nun auch den Sprung unter die 1:10-Marke. Anna und Jasmin steckte noch die Klassenfahrt in den Knochen, dennoch sicherte sich Anna über 100 m Schmetterling die Silber- und Jasmin über 50 m Rücken die Bronzemedaille. Luisa Drube (04) steigerte sich über 100 m Lagen und 200 m Brust um einiges, Yasmin Müller (01) konnte sich ebenfalls trotz schulisch bedingtem reduziertem Training steigern.


Ungeachtet etlicher Bestzeiten und einem 50 m Freistil-Rennen unter 30 sec hatte auch Florian Faatz (00) das Nachsehen bei der Medaillenvergabe, ähnlich wie Samuel Wasserzier (01), dem das Unterbieten der 30-sec-Marke über 50 m Freistil mit 0:28,82 ebenfalls leider keine Medaille einbrachte.
Marten Spielmann (00) konnte sich über 200 m Brust und Lagen um einiges steigern, schrammte über 100 m Rücken knapp an Platz 3 vorbei. Felix Weymann (01) hatte seine größten Steigerungen über 100 m Freistil und 50 m Schmetterling zu verzeichnen, wurde aber leider auch nicht mit einem Medaillenrang belohnt. Ähnlich erging es Kimberly Röser (02), deren neue Bestzeit über 50 m Rücken ihr dennoch nur den undankbaren vierten Platz einbrachte.
Sandrine von Krosigk hatte etliche Bestzeiten in ihrer Truppe zu verzeichnen, leider aber auch viele Kranke.
Viermal Silber über jeweils 50 m Freistil und Rücken sowie 50 und 100 m Schmetterling errang Lilly Golz (05) trotz Trainingsrückstand und Schnupfen. Etliche Bestzeiten kamen auch noch hinzu. Lilly wurde für die neue Saison in den Leistungskader D3 des SWSV berufen. Wie Lilly so hatte auch Melina Schilling (06) ein Mammutprogramm mit 11 Rennen zu absolvieren, die sie bis auf ein einziges alle mit neuen Bestzeiten beendete. Dafür wurde sie mit einer Silbermedaille über 50 m Rücken und zwei Bronzemedaillen über 50 m Freistil und Schmetterling belohnt. Auf 200 m Lagen und Rücken sieht Trainerin Sandrine derzeit große Stärken bei ihr.
Dreimal Gold auf den Kurzstrecken 50 m Freistil, Brust und Rücken und zweimal Silber über 50 m Schmetterling und 200 m Brust sicherte sich Denys Savkov (06).
Bei 10 Starts konnte er mit sieben neuen Bestleistungen aufwarten. Ebenfalls fast alles in neuer persönlicher Bestzeit schwamm Melissa Maier (07). Am Ende hatte sie von jeder Medaillensorte gleich zwei um den Hals hängen: Gold für 50 und 100 m Rücken, Silber für 50 m Schmetterling und 100 m Lagen, Bronze für 200 m Freistil und Rücken. Für Lena Gericke (07) standen einige Premieren auf dem Programm. Sie startete zum ersten Mal über 100 m Brust, Rücken und Lagen sowie über 200 m Freistil. Dabei schlug sie sich ganz famos, wurde Zweite über 50 und 100 m Rücken, Dritte über 100 m Brust. Enorm verbessert hat sich auch Samuel Linder (05). Eine Silbermedaille über 50 m Brust und eine Bronzemedaille über 50 m Freistil waren seine Ausbeute.
Angeschlagen in die Rennen ging Christoph Klein (05), was sich auch in den Zeiten niederschlug.
Dennoch gelang ihm
über 50 m Rücken und Schmetterling sowie 200 m Brust der Sprung auf Rang 3. Etwas verschnupft stand auch Anna Lena Weyer (06) am Start. Trotzdem schwamm auch sie sehr gut, vor allem auf den Freistilstrecken. Sie verbesserte sich auf sechs Strecken, leider aber ohne Edelmetall. Emma Allinger (06) schwamm besonders auf den Rückenstrecken gut, verbesserte dort ihre Zeiten um etliche Prozent. Medaillen blieben ihr aber leider auch verwehrt, ähnlich wie Emilia Lukas (05). Trotz Steigerungen, bei ihr auf den Freistilstrecken, reichte es nicht für einen Podestplatz. Hier sieht Trainerin Sandrine noch einiges an Potential.
Für ihren Bruder Timon Lukas (07) war es der erste Wettkampf dieser Art.
Dafür hat er sich richtig gut geschlagen, und das nicht nur auf den 50 m Strecken, sondern auch über 100 m Lagen. Eine neue Bestzeit über 50 m Rücken und neue Erfahrungen über die längeren Strecken wie 100 und 200 m Brust sowie 200 m Freistil konnte Anna-Marie Kühn (06) sammeln. Auch sie machte ihre Sache gut.
Die jungen Delfine von Arne Spielmann bereiteten ihrem Trainer ebenfalls viel Freude.
Johanna Jung (07) schwamm zum 1. Mal 100 m Brust und erreichte mit einer tollen Zeit gleich Rang 2. Ihre 50 m Zwischenzeit war dabei sogar schneller als ihre bisherige Bestzeit über 50 m. Seinen allerersten Wettkampf schwamm Phillip Weber (06). Aus Sicht seines Trainers Arne hat er das Training perfekt im Wettkampf umgesetzt und wurde dafür mit einer Silbermedaille über 50 m Brust belohnt. Gleiches gilt auch für Laurenz Bott (07), nur dass ihm leider in seinem Jahrgang die Medaille verwehrt blieb.








